Wenn die Welt zusammenbricht...
Hilfe für Familienangehörige nach dem Tod eines Kindes
Familien, in denen ein Kind gestorben ist, erleben unvorstellbares Leid: Das gesamte Gefüge bricht auseinander – und jedes Mitglied trägt zur Schwere der eigenen Trauer um sein Kind/Geschwister auch die Alltagsanforderungen, die zu bewältigen sind: in der Familie, am Arbeitsplatz, in Schule/Kita. Ein sensibles, tragendes Umfeld wäre jetzt hilfreich, aber immer wieder berichten Familienangehörige, dass Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen die Straßenseite wechseln – um eine Begegnung mit ihnen zu umgehen? So bricht für viele auch ein Teil ihres sozialen Netzwerkes weg.
Was kann trauernden Familien jetzt helfen – und wie kann ihr Umfeld sensibilisiert und gestärkt werden, damit Umgang zur Begegnung wird?
Der Vortrag richtet sich an betroffene Familienangehörige, an Interessierte – und alle, die trauernden Familien hilfreich zur Seite stehen möchten!

Referent:in
Karin GrabenhorstKarin Grabenhorst, Jahrgang 1957, lebt mit ihrer Familie in Lilienthal bei Bremen. Als Trauerbegleiterin, studierte Pädagogin und Kunsttherapeutin begleitet sie seit 2004 Familien nach dem Tod eines Kindes beim VEID e.V. und setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die gesellschaftliche Enttabuisierung von Sterben, Tod und Trauer ein. Dazu entwickelte sie als Künstlerin verschiedene Projekte wie das CD-Buch „So weit vor deiner Zeit“, unterstützt von „Timsen“ von Santiano, und als Autorin das philosophische Musiktheater „SIRIS Reise oder Wo ist der Weg zur Ewigkeit?“, zu dem sie Schulprojekte durchführt.
Beruflich ist sie eine gefragte Dozentin in der Erwachsenenbildung in Kooperation mit dem DRK Kreisverband Bremen e.V. Sie hat die Weiterbildung „Trauer und Begleitung“ entwickelt, ist Lehrbeauftragte an der Hochschule für Kunst im Sozialen in Ottersberg und leitet Bildungsurlaube für das Forum Unna zur Vorbereitung auf den Ruhestand, Resilienz und Kreativität.
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