Die Trauer kommt – und ich erkenne mich selbst nicht wieder.
Die Trauer kommt – und ich erkenne mich selbst nicht wieder.
Wenn ein Schicksalsschlag eintritt, ist auf einmal etwas in uns, dass sich neben der Traurigkeit fremd und unheimlich anfühlt. Es fühlt sich an, als wäre ein neuer Chef im Hause eingezogen, der Taktgeber ist und über Handlungsfähigkeit oder Starre bestimmt. Trauernde erkennen sich dann oftmals von jetzt auf gleich selbst nicht wieder. Dieses Fremde ist aber nichts Fremdes. Es ist ein Teil des Ichs, der durch den Schicksalsschlag wach wurde. Dieser Teil will kennengelernt werden. Und das ist wichtig, da er uns für den Rest des Lebens begleitet.

Referent:in
Hendrik LindHendrik Lind (53) arbeitet seit 2013 mit und für trauernde Menschen. Seine Lehrmeister waren die Betroffenen selbst. Aus tausenden Gesprächen entstand das Konzept der „Trauersprachen“ – ein Modell, das erklärt, warum Trauer so individuell ist und zugleich verbindende Muster erkennen lässt.Lind setzt sich dafür ein, Trauer neu zu denken: nicht als Störung, sondern als Ausdruck von Beziehung. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses von Betroffenen – als Fundament für einen tragfähigen neuen Lebensabschnitt. Dieser Ansatz prägt seine Versorgungsinnovationen im Bereich der Trauerbegleitung.
Jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens trauern. Doch kaum jemand weiß, wie. Besonders in der akuten Phase nach einem Verlust fehlen verständliche, niedrigschwellige Strukturen, die Halt und Orientierung geben. Die TrostOffensive „Trauern für Anfänger“ von TrostHelden setzt genau hier an. Sie startet am 10. April 2026 auf der Messe „LEBEN UND TOD“ in Bremen – mit dem Anspruch, den gesellschaftlichen Umgang mit Trauer nachhaltig zu verändern: menschlicher, verbindender, sichtbarer. Im Rahmen der Eröffnung wird TrostHelden eine Initiative vorstellen, die künftig jedem Trauernden eine konkrete erste Unterstützung anbietet und grundlegende Trauerkompetenz vermittelt.
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