06. Mai 2022 | 14.30 - 15.15 Uhr | Juist | Registrierung erforderlich
Fachvortrag Trauerbegleitung

Ach, am liebsten wäre ich auch tot!

Nachsterbewünsche in Trauerzeiten

In Trauergesprächen begegnen Begleitenden hin und wieder die ausgesprochenen Gedanken von Erwachsenen „… ich wünschte mir, die Grippe würde mich einfach so hinraffen“ oder von Kindern und Jugendlichen „… dann laufe ich über die Straße und lasse mich totfahren. Dann bin ich auch bei Papa im Himmel!“

Nachsterbegedanken von Hinterbliebenen können unterschiedliche Ursachen haben. Einerseits kann es ein intensiver Wunsch nach Wiedervereinigung mit der verstorbenen Person sein, die Hoffnung, dass durch den eigenen Tod keine räumliche Trennung mehr zum vermissten Menschen besteht. Andererseits steht vielleicht durch die Trauer und dem akut empfundenen Elend die Sinnfrage im Raum: warum und für wen oder was soll ich noch weiterleben?

Trauerbegleiter:innen stehen manchmal vor der Frage: Wie soll ich nun reagieren?
Gehe ich ins Gespräch und frage direkt nach, ob es auch Suizidgedanken gibt?
Kann ich Fallbeispiele aus der Praxis ins Gespräch bringen, um deutlich zu machen, wie andere Betroffene mit der Situation umgegangen sind?
Empfehle ich den Besuch einer Psychiatrie?
Reichen Erklärungen Trauernden oder Bezugspersonen aus oder besteht die Gefahr der Verharmlosung?

Im Vortrag mit anschließender Fragemöglichkeit berichtet Mechthild Schroeter-Rupieper von Erfahrungen aus der Familientrauerarbeit mit Fallbeispielen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und bietet Gedanken und Ideen an, wie man mit bei dem Thema „Nachsterbewunsch“ im Gespräch sein kann.

Referent:in

Mechthild Schroeter-Rupieper

Mechthild Schroeter-Rupieper ist die Gründerin der Familientrauerarbeit in Deutschland und Mitbegründerin der Familientrauerarbeit in Österreich und der Schweiz. Sie ist Familientrauerbegleiterin, Fortbildungsreferentin und Autorin.

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Ein weiterer Vorteil: Das gesamte Programm wurde aufgezeichnet (außer die digitalen Workshops) und steht Ihnen on demand zur Verfügung. Eine Registeriung ist wieder ab Ende Oktober möglich
 

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