Die Welt braucht mehr Hospizlichkeit.
Was die Hospizbewegung zu einer menschenfreundlichen Gesellschaft beitragen kann.
Wir erleben eine Zeit, in der gesellschaftliche Debatten rauer werden, Feindbilder wachsen und die Bereitschaft, den anderen in seiner Verschiedenheit anzuerkennen, zunehmend unter Druck gerät. Gleichzeitig erleben Menschen und Strukturen eine existentielle Zerbrechlichkeit. Ohnmacht und Einsamkeit bringen Menschen in Not. Was kann eine Bewegung, die aus der Begleitung sterbender Menschen entstanden ist, einer solchen Entwicklung entgegensetzen?
Die Hospizbewegung steht für eine Haltung, die gerade heute gesellschaftliche Kraft entfalten kann: für Gastfreundschaft statt Ausgrenzung, für Sorge statt Gleichgültigkeit, für Zugehörigkeit statt Abwertung und für die Anerkennung menschlicher Verschiedenheit. Sie erinnert daran, dass Verletzlichkeit, Abhängigkeit und das Angewiesensein auf andere keine Defizite sind, sondern zum Menschsein gehören.
Der Vortrag geht der Frage nach, welche politischen und gesellschaftlichen Impulse von der Hospizidee ausgehen können. Was braucht eine Gesellschaft, damit Menschen einander Menschen bleiben?

Referent:in
Markus StarklaufLeiter der Hospizakademie Bamberg, Dipl. Theol., HP Psychotherapie, Seminare, Coaching
- 1996-2007 Gemeindeseelsorger, Familienseelsorger auf Dekanatsebene
- seit 2006 Notfallseelsorger im Erzbistum Bamberg
- seit 2006 Referent in der „Diözesanstelle Berufe der Kirche“ – Öffentlichkeitsarbeit
- seit 2007 Leiter der Aus- und Weiterbildung für SeelsorgerInnen und Seelsorger in der Erzdiözese Bamberg
- seit 2009 Praxis für Psychotherapeutische Seelsorge in Bamberg:
Verfahren: kognitive Verhaltenstherapie und systemische Therapie - seit 2009 Coaching für Einzelne und Teams
- seit 2012 Projektstelle „Seelsorge im SAPV-Team des Bamberger Klinikums“(Spezialisierte ambulante Palliativversorgung)
- seit 2015 Referent für Hospiz- und Palliativseelsorge im Erzbistum Bamberg
- seit Mai 2017 Leiter der Hospizakademie Bamberg
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