Grenzgänge zwischen Menschlichkeit und Technologie
Veranstaltung LEBEN UND TOD widmet sich am 10. + 11. April in Bremen dem aktuellen Thema Digitalisierung und KI
Wie nehmen wir Abschied in einer Zeit, in der Algorithmen Erinnerungen verwalten, digitale Räume Trost versprechen und Roboter Pflegeaufgaben übernehmen? Zwischen Kerzenlicht und Bildschirm, zwischen Berührung und Interface entstehen neue Formen des Gedenkens – und neue Fragen nach dem, was uns als Menschen ausmacht.
Mit dem Schwerpunktthema „Grenzgänge“ widmet sich die LEBEN UND TOD am 10. und 11. April 2026 in der Messehalle 5 in Bremen genau diesem Spannungsfeld: zwischen bewährten Ritualen und technologischen Innovationen, zwischen spiritueller Tiefe und digitaler Präzision, zwischen Nähe und Distanz.
Seit über 16 Jahren ist die LEBEN UND TOD ein bundesweit einzigartiger Ort für Austausch, Fortbildung und Begegnung rund um Sterben, Tod und Trauer. Fachkräfte aus Hospiz- und Palliativarbeit, Pflege, Seelsorge, Bestattungskultur und Trauerbegleitung treffen hier auf Betroffene, Angehörige und Interessierte – verbunden durch die gemeinsame Frage, wie Abschied menschlich gestaltet werden kann.
Das Fortbildungsprogramm 2026 greift die Grenzgänge unserer Zeit in vielfältiger Weise auf. Birgit Janetzky, eine der profiliertesten Expertinnen für digitale Trauerkultur, spricht über virtuelle Gedenkseiten, KI-gestützte Erinnerungsräume und stellt die Frage, ob digitale Begleitung „endlos empathisch und konstant kreativ“ sein kann oder ob echte menschliche Resonanz unersetzlich bleibt. Mit dem Vortrag „Kraft der Rituale in der Hospizarbeit“, zeigt Junior-Professorin Laura Brand, wie symbolische Handlungen, Rituale, gemeinsames Innehalten und spirituelle Praxis gegenwärtig wieder an Wichtigkeit gewinnen. Zwischen diesen Polen entfaltet sich ein Programm, das technologische Entwicklungen ebenso beleuchtet wie die bleibende Bedeutung von Beziehung, Haltung und Präsenz.
Auch das offene Vortrags- und Kulturprogramm sowie die Messe mit über 150 Ausstellenden laden dazu ein, sich dem Thema mit allen Sinnen zu nähern: in Gesprächen, Lesungen, Musik, interaktiven Formaten und persönlichen Begegnungen.
Mit dem „Ideen.Campus“ bietet die LEBEN UND TOD unter der Trägerschaft von Flamarium Saalkreis bis zu sechs jungen Gründer:innen die Gelegenheit, innovative Ideen, Dienstleistungen oder Produkte zu präsentieren und zu vertesten. Der „Ideen.Campus“ versteht sich nicht als klassischer Startup-Bereich, sondern als Diskurs- und Möglichkeitsraum: für neue Produkte ebenso wie für Konzepte, Bildungsangebote, künstlerische Ansätze oder digitale Anwendungen, die unser Verhältnis zur Endlichkeit reflektieren und neu denken.
Ein besonderer Akzent setzt erneut das Abendprogramm. Hier begegnen die Besucher: innen „dem Tod“ leibhaftig auf der Bühne. Mit dem Programm „Best of Comedy“ erhält die Figur des Todes eine Stimme, ein „Gesicht“ und überraschend viel Humor. Zwischen schwarzem Witz, feiner Ironie und existenzieller Tiefe entsteht ein Abend, der befreit, berührt und zeigt: Auch das Lachen hat seinen Platz, wenn es um die letzten Dinge geht.
Meike Wengler, Gründerin und Leiterin der LEBEN UND TOD, beschreibt die Intention des diesjährigen Schwerpunktthemas so:
„Wir stehen an einer Schwelle. Noch nie hatten wir so viele technische Möglichkeiten, Abschied und Erinnerung neu zu gestalten. Aber nie war auch die Sehnsucht nach echter menschlicher Nähe so groß. Mit dem Thema ‚Grenzgänge‘ laden wir dazu ein, gemeinsam zu erforschen, wie Tradition und Technologie zusammenwirken können, ohne dass die Menschlichkeit verloren geht.“
Die LEBEN UND TOD versteht sich damit einmal mehr als gesellschaftlicher Resonanzraum für ein Thema, das uns alle betrifft – leise, respektvoll und mitten im Leben.
LEBEN UND TOD Bremen 2026
Freitag, 10. April 2026, 9.00 – 18.00 Uhr
Samstag, 11. April 2026, 9.00–16.30 Uhr
MESSE BREMEN, Halle 5
Weitere Informationen unter www.leben-und-tod.de
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Über die LEBEN UND TOD
Die LEBEN UND TOD ist eine bundesweit einzigartige Mischung aus Fortbildungsprogramm und Messe rund um die Themen am Lebensende. Die Veranstaltung als Branchentreff, Netzwerkplattform und Impulsgeber richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche aus Pflege, Palliative Care, Hospiz, Trauerbegleitung, Seelsorge und Bestattungskultur. Auf der begleitenden Messe präsentieren Ausstellende auch Privatbesuchenden ihre Produkte und Dienstleistungen. Offene Vorträge bieten hilfreiche Tipps und Ansprechpartner:innen zu Themen wie Patientenverfügung, Vorsorge, Trauerbewältigung und Bestattungsmöglichkeiten. Abgerundet wird das Angebot durch ein vielfältiges und lebensbejahendes Rahmenprogramm mit Live-Musik und Lesungen.




