Verantwortung im Tun und Lassen.
Die moderne Medizin kann immer etwas tun - obwohl sie manches besser lassen sollte!?
Welche Rolle haben wir Ärzt:innen / Pflegefachkräfte etc. im Umgang mit schwierigen ethischen Entscheidungen?
Eine Diskussion, die am Beispiel „Suizidwünsche“ die Gesundheitsberufe fachlich und emotional beansprucht und exemplarisch das Zusammenspiel von Freiheit und Verantwortung zeigt.
Ein ähnlicher Balanceakt findet sich auch in vielen alltäglichen Szenarien:
Die moderne Medizin kann immer etwas tun. – obwohl sie manches besser lassen sollte?
Während Pflegende häufig ein Bestreben entwickeln, Patient:innen vor den Auswüchsen der Medizin zu schützen, sind Ärzt:innen geneigt, nach Versagen der Viertlinientherapie noch irgendeinen Pfeil aus dem Köcher zu ziehen. Warum ist das so?
Ich durfte in den letzten Jahren beide Perspektiven kennen und das Gewicht der Verantwortung schätzen und fürchten lernen. Wie so oft kann auch hier ein Perspektivwechsel helfen, bessere Entscheidungen im Sinne einer patient:innenorientierten Medizin zu treffen.

Referent:in
Dr. med. Alexandra SchergIch bin 1984 geboren, habe nach meinem Abitur eine Ausbildung in der Krankenpflege absolviert und war in der Onkologie, auf verschiedenen Palliativstationen und in der SAPV tätig. Ich habe in Hamburg und Düsseldorf Humanmedizin studiert und meine Facharztweiterbildung „Innere Medizin“ in Wesel absolviert.
Als Palliativmedizinerin bin ich aktuell als Leitende Oberärztin in der Palliativmedizin am Elbe Klinikum Stade tätig. In Zeiten knapper Ressourcen ist es mir ein großes Anliegen, die Rolle der Palliativmedizin in der Prävention von Über-, Unter- und Fehltherapie zu stärken. Seit 2021 bin ich als Beisitzerin im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin aktiv, meine Schwerpunkte sind die Optimierung der Aus- und Weiterbildung und die Vernetzung der Bereiche Palliativ-, Intensiv- und Notfallmedizin.
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