Grenzgänger zwischen Systemen
Die Bedeutung menschlicher Begegnung in der Trauerbegleitung
In der Trauer brauchen wir Menschen, die einfach da sind– mit aller Aufmerksamkeit.
Menschen, die da sind und mit uns zusammen aushalten.“
Trauerbegleitung ist mehr, als Worte ausdrücken können: Sie ist Beziehungsarbeit– lebt von
Nähe, von der Entwicklung eines Vertrauensverhältnisses zwischen dem trauernden
Menschen und seinem Begleiter oder seiner Begleiterin.
Auch wissenschaftliche Studien zeigen die Bedeutung menschlicher Begegnung und Nähe in
Situationen der Krise und Situationen der Trauer.
In unserem Vortrag zeigen wir praxisnah und aus unserem eigenen Erfahrungshintergrund
heraus, wie persönliche Begegnungen – bei den trauernden Menschen zuhause, in Klinik,
Hospiz, Schule oder Alltag – Trauernden Halt geben, Vertrauen schaffen und die
Verarbeitung erleichtern können.
Beispiele aus der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen verdeutlichen, wie
Begegnung, Berührung persönliches Gespräch und das Teilen von Gedanken, Gefühlen und
Erinnerungen in der Trauer unterstützen und Verbundenheit schaffen.

Referent:in
Susanne ClausSusanne Claus ist ausgebildete Trauerbegleiterin (BVT), systemische Supervisorin (SG) und evangelische Diakonin. Sie hat als Sozialpädagogin und Diakonin über 10 Jahre lang als Koordinatorin in der Kinderhospizarbeit Mitarbeitende ausgebildet und begleitet. Als psychosoziale Fachkraft war sie in die „Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung“ eingebunden. Neben einer beruflichen Tätigkeit in einer evangelischen Bildungseinrichtung und als Fachberaterin zweier Kita-Verbände, war sie Seelsorgerin in einer Klinik und einem Pflegeheim.Inzwischen ist sie freiberufliche Dozentin, Supervisorin und Trauerbegleitung. In der Trauerbegleitung gehört sie zum Team der GmbH „Die Brückenbauer:innen“ und begleitet schwerpunktmäßig junge Familien- gerne in Begleitung ihrer Therapiehündin Yuna.
Referent:in
Benjamin BatheltBenjamin Bathelt ist ausgebildeter systemischer Trauerbegleiter (BVT), systemischer Supervisor (M.A. DGSv) und Pastor.In seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Schulpastor an einer Berufsbildenden Schule im Umland von Bremen ist er u.a. zuständig für die seelsorgliche Begleitung der Schulgemeinschaft. Ebenso unterrichtet er dort Religionsunterricht.Nebenberuflich ist er als Supervisor und Trauerbegleiter tätig.Einer seiner Schwerpunkte ist die traumasensible Begleitung von Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Ihm es ist wichtig, ein Bewusstsein für die Bedeutung von Trauer und Tod zu vermitteln. So begleitet er nicht nur Trauernde, sondern bildet Trauerbegleiter aus.

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