An der Grenze zur Entscheidung
Zum Umgang mit Ambivalenz in der Palliativversorgung
Das Thema Selbstbestimmung wird im Gesundheitswesen von Jahr zu Jahr wichtiger. Die Stärkung von Patientenrechten, der Umgang mit Patientenverfügungen und Ansätze wie Advance Care Planning sind Beispiele, die im Kontext von Leben und Tod immer präsenter werden. Voraussetzung für die Ausübung von Selbstbestimmung ist, dass wir Klarheit haben, über das was wir wollen. Doch ist es nicht so, dass Menschen bei wichtigen Lebensentscheidungen zumeist mit mehreren Stimmen konfrontiert sind? Dass wir ambivalent sind und Entscheidungen erst reifen müssen oder sich zum Teil auch grundlegend verändern?
Im Vortrag wird zunächst die Entwicklung vom Paternalismus zur Autonomie im Gesundheitswesen anhand konkreter Fallsituationen skizziert. Es werden ethische Konflikte, in denen sich Fürsorge und Selbstbestimmung gegenüberstehen beleuchtet und für mehr Verständnis für Ambivalenz in der Palliativversorgung geworben. Dabei werden Ansätze für die Begleitung oder Beratung entwickelt, um Impulse für die Arbeit in Pflege, Hospiz und Trauerarbeit zu vermitteln.

Referent:in
Jörn Gattermann- Krankenpfleger, Praxisanleiter, Berufspädagoge (Pflegewissenschaft)
- Bereichsleitung Fort- und Weiterbildung im Klinikverbund Gesundheit Nord
- Berater für Ethik im Gesundheitswesen, langjährige Mitarbeit im Klinischen Ethik Komitee am Klinikum Bremen Mitte
- ACP-Gesprächsbegleiter
- Supervisor
- Weiterbildung Systemische Beratung, Familien- und Systemtherapie
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