Der Atem als Grundlage des Menschseins im digitalen Zeitalter.
WS Nr. 1 (aufpreispflichtig)
Der Atem steht symbolisch für das, was Leben ausmacht. Lebendigkeit, Verletzlichkeit, Bewusstsein und Spiritualität.
Digitaler Dauerstress, Informationsflut und ständige Erreichbarkeit führen oft zu oberflächigem-, unbewusstem Atmen, zu Anspannungen und zu digitaler Entkörperlichung. Der Körper rückt dabei in den Hintergrund – ‚wir leben im Kopf‘.
Der Atem macht die Verletzlichkeit, Endlichkeit und Abhängigkeit des Menschen sichtbar. Kein Avatar und keine KI kann die Menschlichkeit, sowie leibliche und spirituelle Existenz ersetzen. Genauer Betrachtet ist der Atem kein Nebenprozess, sondern die Grundvoraussetzung jeder menschlicher Aktivität- auch der digitalen.
Denken, Wahrnehmen, fühlen und Entscheiden sind direkt an Atmung gekoppelt. Diese Abhängigkeit wird in der zunehmenden technischen Umwelt oft unsichtbar, körperlich-seelisch-geistig aber umso sichtbarer.
Der bewusste Atem wird zu einer gelebten täglichen Praxis der Atemwahrnehmung, Selbstverbindung, Präsenz, Entschleunigung, Regulation von Angst und Überforderung und wirkt wie ein Reset für das Nervensystem. Der Mensch atmet, empfindet, leidet und erlebt.
Der Atem entzieht sich der Berechnung durch seine Nähe zur Endlichkeit.
Teilnehmende max. 30

Referent:in
Sabine HoherzJahrgang 1965, ist Atemtherapeutin Diplom AFA auf der Grundlage des »Erfahrbaren Atems®« nach Prof. I. Middendorf und staatlich geprüfte Logopädin.
Der erfahrbare Atem und der Vokalatemraum nach I. Middendorf waren ausschlaggebend für ihr besonderes Interesse an dem Phänomen Atem, Stimme und Sprache.
Seit 25 Jahren wirkt sie in eigener Praxis für Atemtherapie und Logopädie in Freiburg.
Die eigene und langjährige Erfahrung in Atem, Körper- und Stimmarbeit legt den Schwerpunkt auf eine einfühlsame und achtsame Begleitung in der Einzel- und Gruppenarbeit.
Mit dem Erleben des natürlichen Atems, eröffnen sich seine größeren Zusammenhänge bewusst in uns. Das meint die tiefere Bedeutung unseres Einatmens, Ausatmens und der Atempause.
Während dieser Zeit hat sie sich auf die palliative Atemtherapie ausgerichtet, die durch die Pionierin Ira Summer 1996 in München begründet wurde.
In Zusammenarbeit mit dem Palliativ Netz Freiburg (Palliative Care) unterstützt die palliative Atemtherapie die ärztlichen und pflegerischen Bemühungen wirkungsvoll.
Dem Sterbenden kann es helfen, sich vertrauensvoll vom Atem aus dem Leben geleiten zu lassen.
Als Dozentin gibt sie Workshops und Vorträge in den Bereichen Prävention, Stimmerkrankung und Lungenkrebs in Institutionen, Betrieben, psychoonkologischen Beratungsstellen und auf Informationsveranstaltungen.
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Intensives Arbeiten in geschütztem Raum.

