Lesung: Mit der Trauer weiterleben
Gespräche über persönliche Verlusterfahrungen
Lea Reinhard, Thomas Schaaf und Beate Ahlefeld-Gerdes sprechen über eine Phase, über die selten offen geredet wird: das Weiterleben nach dem Tod eines geliebten Menschen. Grundlage sind Gespräche, die Lea Reinhard gemeinsam mit ihrem Vater Michael Reinhard für ihr Buch und den Podcast „Tod und Trauer“ geführt hat – mit prominenten Stimmen über das Schweigen im Umfeld, den veränderten Alltag und die leisen Momente, in denen sich Trauer verwandelt.Aus diesen vielfältigen Perspektiven entwickeln die drei ein Gespräch, das zentrale Fragen aufgreift, die viele Trauernde bewegen: Wie verändert Verlust das eigene Leben? Welche Formen von Unterstützung tragen wirklich? Und welche Räume braucht Trauer heute? Die Veranstaltung bietet Orientierung und Denkanstöße und lädt dazu ein, eigene Erfahrungen mitzudenken – behutsam, offen und hoffnungsvoll.

Referent:in
Lea ReinhardLea Reinhard, geb. 1989, ist Journalistin, Fernsehmoderatorin und Podcasterin. Journalistik-Studium in Eichstätt. Unter anderem Hospitanzen beim ZDF in New York und im ARD-Studio Washington sowie Redakteurin bei der Tagesschau. Sie lebt mit ihrer Familie in Bremen.
Referent:in
Beate Alefeld-GergesVor 25 Jahren gründete die Sozialpädagogin Beate Alefeld-Gerges in Bremen den Verein „Trauerland“. Dieser bietet Gruppen für Jugendliche, Grundschulkinder und für die ganz Kleinen an, die einen geliebten Menschen verloren haben. Beate Alefeld-Gerges hat selbst eine schwere Trauerphase hinter sich. Ihre Zwillingsschwester ist 1991 von einem Junkie, der seine Wut über seine Ex-Freundin an ihr ausließ, ermordet worden. „Das war so, als wäre ein Teil – die Hälfte von mir – gestorben. So fühlte sich das am Anfang an. Ich war schon oft einsam“, erinnert sie sich an die schwerste Zeit in ihrem Leben.


Referent:in
Thomas SchaafZwischen 1988 und 2004 feierte Werder Bremen seine erfolgreichen Jahre – und sie waren eng mit einem Namen verbunden: Thomas Schaaf. Schaaf war nicht nur Trainer, sondern auch Spieler des Vereins – insgesamt spielte er rund 40 Jahre lang in unterschiedlichen Rollen eine zentrale Bedeutung für Werder. Privat bedeutet Familie für Thomas Schaaf alles. Mit seiner Jugendliebe Astrid Walter ist er seit 36 Jahren verheiratet. Auch seine Tochter Valeska spielt eine zentrale Rolle in seinem Leben. Am 15. Juni 2003 starb unerwartet sein Bruder Peter. Auch der beste Freund der Familie verstarb. Schaaf engagierte sich daraufhin als Botschafter für den Verein „Trauerland“. Die Meisterschaft 2004 widmete er seinem verstorbenen Bruder.
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