Szenarienwerkstatt: KI & Erinnerungskultur.
Haltung entwickeln in einer digital geprägten Trauerwelt
Digitale Erinnerungsangebote, KI-gestützte Tools und Social Media verändern bereits heute, wie Menschen trauern und erinnern. Doch was bedeutet das langfristig für Beziehung, Würde und Begleitung und welche Rolle übernehmen Fachkräfte in einer sich wandelnden Erinnerungskultur?
In dieser interaktiven Szenarienwerkstatt gestalten wir gemeinsam einen Denkraum für eine künftige Erinnerungskultur. Statt Toolwissen steht die Frage im Mittelpunkt, welche Entwicklungen digitale Erinnerungsformen anstoßen, verstärken oder verdrängen und wie Trauerbegleitende, Seelsorgende, Therapeut: innen und Hospizmitarbeitende darauf professionell reagieren können. Die Teilnehmenden arbeiten mit einem klaren Szenario-Raster und Perspektivkarten unterschiedlicher Zielgruppen. So entstehen plausible Zukunftsbilder, an denen sich Chancen, Risiken und Spannungsfelder konkret zeigen.
Der Workshop versteht sich als Gestaltung von Denken: Wir verdichten die Szenarien zu Orientierungsfragen, Kriterien und roten Linien für die Praxis. Teilnehmende gehen mit geschärftem Blick, einer klareren Haltung und konkreten Gesprächsimpulsen zurück in ihre Arbeit, Teams und Netzwerke – neugierig, differenziert und verantwortlich, ohne KI zu verklären und ohne sie zu dämonisieren.
Der Workshop bietet Orientierung, Sprache und praktische Impulse für eine reflektierte, ethisch stimmige Haltung im Umgang mit KI und digitalen Erinnerungsformen in der Trauerbegleitung.

Referent:in
Britta PreußeBritta Preuße ist systemische Trauerbegleiterin (BVT) und Diplom Designerin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Trauerarbeit, Erinnerungsarbeit und Gestaltung und entwickelt würdige Formen digitaler Erinnerung, mit klarer Haltung zu Chancen und Grenzen von KI. Als Gründerin von „refraym | Systemische Beratung für Verlust und Wandel“ begleitet sie Menschen und Organisationen in Übergängen. Für KMU bietet sie Akutbegleitung und Kulturarbeit zu Trauer am Arbeitsplatz und stärkt Verlustkompetenz als Führungsskill.
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Intensives Arbeiten in geschütztem Raum.

