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Viktoria Christov

Von Haus aus Ethnologin, schrieb Viktoria Christov ihre erste wissenschaftliche Arbeit über die kulturellen Auswirkungen des Klimawandels auf Mikronesien. Die Tätigkeit im ehrenamtlichen Hospizdienst krempelte ihr ethnologisches Tun jedoch kurze Zeit später gänzlich um: so rückte das Miteinander von Bewohner*innen im Pflegeheim ganz unverhofft ins Zentrum ihres Interesses (und hält sich dort bis heute). Um sich diesem besonderen Miteinander nicht wie bislang nur von außen, sondern auf ethnologische Weise auch „von innen“ anzunähern, entschied sie sich zu einem 3-wöchigen Einzug in ein Doppelzimmer eines Pflegeheimes (einer Teilnehmenden Beobachtung) und der anschließenden Befragung von Bewohner*innen unterschiedlicher kognitiver Voraussetzung.

Die Forschung mündete 2016 im Buch „Gemeinschaft und Schweigen im Pflegeheim“. Darüber hinaus führte sie Viktoria Christov zur Koordination der Sozialen Betreuung, zu Projekten in der Erwachsenenbildung und zum Vorhaben, eine (von einer Bewohner- und Mitarbeiterschaft als gut empfundene) Zwischenmenschlichkeit zurück in den Fokus von Pflegeheimen zu holen.


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