Home NEU Foren Trauerbegleitung Ist Trauerbegleitung in der breiten Öffentlichkeit bekannt? Antworten auf: Ist Trauerbegleitung in der breiten Öffentlichkeit bekannt?

#1962

Hallo Regina,

eigentlich sind wir gar nicht so weit auseinander in unseren Meinungen..

Was ich ansprechen möchte ist genau das, was Du schilderst : die Anerkennung durch die Krankenkassen. Vielleicht ist das in meiner Stellungnahme nicht ganz durchgekommen. Da ist die Psychotherapie schon weiter.

Wenn ich sehe wie wir im Bundesverband Trauerbegleitung hartnäckig kämpfen müssen um die Anerkennung, damit wir als Präventionsangebot über die Krankenkassen abrechnen können, sehe ich da ein absolutes Ungleichgewicht. Für mich ist Trauer ein Gefühl was zum Leben dazugehört. Ich habe mal einfach meine Krankenkasse gefragt, ob ich nicht über sie abrechnen könnte. Was bekam ich zur Antwort? Nein -da müssten die Menschen erst krank sein.

Dann habe ich mal gerechnet. Im Fall das jemand als evtl. Folge von Trauer depressiv wird mit der Folge das er in eine Klinik käme. Dann kostet das die Krankenkasse 350€ pro Tag.. Meine Begleitung in der Prävention würde bei 10 Treffen 400 € kosten mit dem Erfolg das ich zurückgespiegelt bekomme, es gabe sehr geholfen und weitergebracht.

Da kommem wir nun auf Finanzen.

Ich selbst habe auch mit Depression zu tun gehabt aber auch sehr viel Teauer nach dem Tod mehrerer geliebter Menschen. Ich finde Trauer ist keine Krankheit. Für mich war die Depression ein Hilferuf meiner Seele, das es ihr nach etwas dürstet was sie zu dem Zeitpunkt dringend gebraucht hat.

Auch in der Trauer habe ich meine Seele gehört die etwas brauchte – die Zeit, das Verstehen und Begreifen des Todes, Nenschen die einfach da sind und nicht weglaufen. Als Trauerbegleiter gehen wir schon den Weg über die Medien, die Bestatter und andere öffentliche Stellen. Das tuen wir regelmässig.

Aber ich finde Wir sind mit dem Thema nicht genug in der Gesellschaft angekomnen.

Das war schon mal anders.

Ich habe mich damit sehr lange beschäftigt, wie die Trauer und der Tod in den Jahrhunderten hier bei uns behandelt wurden. Wir müssen dieser Seite des Lebens wieder einen Platz geben. Ja da liegt eine Menge Arbeit vor uns – in der Leben und Tod Messe sehe ich einen der Anfänge. Regina Danke für Deine Antwort Susanne Hövelmann

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