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Sandra Kötter
Mitglied

Ich möchte es mit Jan Suren Möllers Worten sagen: „Es geht immer viel mehr, als man denkt!“.

In der Einzelbegleitung gibt es aus meiner Sicht kaum Einschränkungen: Ich darf einen Menschen weiterhin treffen und sie/ihn begleiten – bis auf die Maske nicht anders als vor der Pandemie. Ob das in einem Raum im gemütlichen Sessel ist oder bei einem Spaziergang an der frischen Luft, Vieles ist machbar.

Dort, wo Trauergruppen nicht in Präsenz stattfinden können, kann ein digitales Format eine Alternative sein. Die Teilnehmenden sind dankbar für die Möglichkeit des Austausches und nehmen oft mögliche technische Hürden und damit verbundene Einschränkungen in Kauf. Inzwischen gab es viele Schulungsangebote auf diesem Gebiet, um auch hier eher in Lösungen als in Problemen zu denken.

Ein kleines Beispiel: In Gruppen gibt es oft das Ritual, dass alle Teilnehmenden eine Kerze vor sich anzünden – das ist auch online möglich, jede:r bei sich vor dem Bildschirm, das schafft Verbundenheit.

Als Begleiterin merke ich schon einen Unterschied: Ich sehe im Online-Format nur einen kleinen Ausschnitt des Menschen und habe das Gefühl, noch aufmerksamer und konzentrierter sein zu müssen als in Präsenz. Es fällt leichter, wenn sich Trauernde und Begleitende vorher schon „in echt“ begegnet sind und die Begleitung online eine Fortsetzung findet.

Wie Sie schreiben, ersetzen wird die digitale Begleitung eine persönliche Begleitung aus meiner Sicht nicht. Das digitale Format mag ich selbst eher für fachlichen Austausch beibehalten.

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