Home Foren Spiritualität Innehalten in hektischen Zeiten.

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    Beiträge
  • #1795

    Meike Wengler
    Administrator

    Durch die Corona-Pandemie haben wir erfahren, dass eine „Zwangspause“ durch Lockdown und Co durchaus gut tuen kann. Wir sollten öfter einmal innehalten, durchatmen, achtsamer mit uns sein. Was meinen Sie?

  • #1869

    Sandra Kötter
    Mitglied

    Da stimme ich Ihnen, Frau Wengler, absolut zu! Ich hoffe sehr für unsere Gesellschaft, dass diese Zwangspause positive Spuren hinterlässt und wir uns auch nach der Pandemie an diese Nebeneffekte erinnern, wir uns das Innehalten bewahren.

    Als Resilienz- und Entspannungstrainerin erfahre ich gerade in Gesprächen zu neuen Aufträgen, dass es einen großen Bedarf gibt, sich an diese Themen zu erinnern oder sie sich zu bewahren. Nicht, alles schön zu reden wie durch eine rosa-rote Brille, aber das Gute im Schlechten entdecken zu können.

    Lange Zeit mochte ich im Rahmen meiner Resilienz-Arbeit den bekannten Spruch: „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen!“ Dank Autor Marc Wallert wurde mir bewusst, dass das nur die halbe Wahrheit ist: Dass es Krisen gibt, die ein Innehalten und Achtsam sein erfordern – damit ich nicht einfach so weitermache nach der Krise, weil ich dann Gefahr laufe, wieder die gleichen „Fehler“ zu machen, ich dann nichts für mich mitgenommen habe aus dieser schwierigen Situation.

    Und: Natürlich brauche ich keine große Krise, um von dieser Achtsamkeit zu profitieren. Es lohnt sich, diese im Alltag zu integrieren, zum Beispiel, in dem ich jeden Abend schaue, wofür ich an diesem Tag dankbar bin.

  • #1873

    Meike Wengler
    Administrator

    Gerade dieses „Bewahren“ der Erfahrungen, die wir gerade machen, kann für uns in der Zukunft eine Bereicherung sein.

  • #1900

    Klaro: Innehalten, Durchatmen, Achtsamkeit tun immer gut.

  • #1921

    Ja, das finde ich auch…doch ist es bei mir trotzdem ein „Ja…aber“. Ja, innehalten tut gut – dann, wenn ich normalerweise viel und schnell unterwegs bin, wenn ich viel Zeit mit Menschen verbringe, wenn ich durch meinen Beruf, meine Familie gut ausgelastet oder manchmal überlastet bin. Aber – was ist, wenn ich – auch ohne Lockdown, dann aber noch mehr – viel in den eigenen 4 Wänden bin, evtl. einsam, alt oder nicht mehr mobil, mit Neigung zu Depression, wenn ich nur Radio und Fernsehen habe, wenn ich an vielen Tagen einfach kaum etwas erlebe, wofür kann ich dann abends dankbar sein? Ist dann für mich Innehalten sinnvoll? Brauche ich dann nicht vielmehr andere Menschen, Impulse von außen, Energie und Bewegung, auch Ablenkung von den eigenen dunklen Gedanken, etwas, das Freude macht? Ich kenne diese Erfahrung tatsächlich auch von dieser Seite, dass nämlich Innehalten und Achtsamkeit für sich selbst eher quälend sein können und ich lernen musste, wieder nach außen zu gehen, mir Menschen und sinnvolle Beschäftigung zu suchen, nicht weiter innezuhalten, sondern mich im Außen zu bewegen. Wie bei so vielem gibt es wohl auch hier die berühmten „zwei Seiten der Medaille“ – ich wünsche allen eine gute Balance zwischen Innen und Außen!

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