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“Was muss ich hier eigentlich tun, um nicht mehr essen zu müssen?” – Umgang mit freiwilligem Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit

Fachvortrag

9. Mai, 9:30 - 10:15 Uhr

Raum: Borkum

Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken (FVET), auch unter dem Begriff des “Sterbefastens” bekannt, oder freiwilliger Verzicht auf Nahrung und Flüßigkeit (FVNF) hat in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung gewonnen und wird sehr kontrovers diskutiert. In diesem Vortrag geht es um die Position der Begleitenden wie Angehörige , Pflegende, Ärzteschaft und Ehrenamtliche.
Bei Menschen, die sich selbst nicht mehr äußern können, ist es eine große Herausforderung Antworten zur Ernährung am Lebensende zu finden. Aber wie gelingt eine Begleitung von Menschen, die sich bewusst und freiwillig für den Verzicht auf Essen und Trinken entscheiden und dies deutlich mitteilen?
Im Umgang mit FVET entstehen ethische, wie auch rechtliche Fragen, die zu großer Unsicherheit führen können.

  • Lassen wir Menschen verhungern?
  • Haben Hospize und SAPV Anbieter den Auftrag FVET zu begleiten und welche palliativen Maßnahmen wären erforderlich?
  • Ist der bewusste Verzicht eine Form des Suizids und die Begleitung somit strafbar?
  • Bietet die Patientenverfügung eine Möglichkeit der Modifizierung der Garantenpflicht?
  • Handelt es sich um eine natürliche oder unnatürliche Todesursache?

Mit Beispielen aus der klinischen und ambulanten Ethikberatung werden unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt.