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“Miteinander sprechen statt tabuisieren” – Suizid beim Namen nennen

Offener Vortrag / Stream

23. Okt, 12:15 - 12:45 Uhr

Raum: Forum

Wenn ein Angehöriger durch Suizid aus dem Leben scheidet, ist danach nichts mehr, wie es zuvor war. Die Betroffenen sind hilflos einem Sturm an Gefühlen und Empfindungen ausgesetzt und die ständige Frage nach dem WARUM ist ebenso präsent wie das Schuldgefühl, Selbstvorwürfen und schwindendes Selbstwertgefühl, möglicherweise auch Scham. Sie sind häufig Vorwürfen ihrer Mitmenschen ausgesetzt und müssen sich oftmals überlegen, wem gegenüber sie die Todesursache erwähnen oder nicht.

Noch immer ist Suizid ein Tabu. Umso wichtiger ist die Aufklärung, dass es nicht immer der „frei gewählte“ Tod ist, sondern ca. 90% der Suizidenten zuvor oftmals über Jahre an einer psychischen Erkrankung litten. Und dass die Angehörigen nicht stigmatisiert werden sollten, sondern Raum und Menschen brauchen, um das Geschehene beim Namen nennen zu dürfen.