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“Kommunikation als die Grundsäule von Palliativer Geriatrie.” – Wie kann „Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase“ zur gelungenen Kommunikation beitragen?

Fachvortrag

8. Mai, 14:30 - 15:15 Uhr

Raum: Borkum

Drei Dinge sind in der Palliativen Geriatrie besonders wichtig:

  1. Kommunikation
  2. Kommunikation
  3. Kommunikation

Die „Brücke zum Du“ (Marina Kojer) zu bauen ist mitunter nicht leicht. Hochbetagte, zumal Menschen mit Demenz, sind allein über die Sprache oft schwer zu erreichen. Hier sind Haltung und Empathie wichtig, eine passende Gesprächsführung und ggf. non-verbale Kommunikation. Es ist wichtig sich bewusst zu machen, wie Kommunikation gelingen kann und sich zu freuen, wenn sie gelingt. In der Palliativen Geriatrie wollen und müssen wir miteinander ins Gespräch kommen – auch zu Fragen, die das jeweilige individuelle Lebensende betreffen.

Hierbei kann „Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase“ (Deutschland), „Advance Care Planning“ (Schweiz/Luxemburg) oder der „Vorsorgedialog“ (Österreich) als Gesprächsanlass und Gesprächsfaden dienlich sein. Gemeint ist jeweils ein Prozess guter Kommunikation und fachlicher Beschäftigung mit Lebensendfragen. Grundsätzlich gilt: Palliative Geriatrie lässt sich nur verlässlich umsetzen, wenn das Heim über gut qualifiziertes pflegendes und ärztliches, palliativ geschultes Personal verfügt, das in ausreichender Zahl und mit genügender Zeit den einzelnen Menschen zur Seite steht. Transparenz im Umgang mit Entscheidungen sowie Offenheit gegenüber der Gestaltung des Lebensendes sind Grundvoraussetzungen für eine gute Altenpflege. Lebensendfragen müssen auch und besonders in Pflegeheimen gestellt werden.

Um alten Menschen bei der Auswahl eines geeigneten Pflegeheimes mit palliativgeriatrischer Kompetenz zu unterstützen, wurde in einem praxisorientierten Forschungsprojekt mit Senior*innen und Expert*innen (2018) eine Verbraucherfibel erstellt. Die dort herausgearbeiteten Fragen können helfen zu unterscheiden, ob ein zur Wahl stehendes Heim wirklich im Sinne des palliativgeriatrischen Ansatzes für alte und hochbetagte Menschen mit und ohne Demenz tätig ist. Es stellt eine Möglichkeit dar, schon vorab ins Gespräch zu kommen und eine erste Brücke zueinander zu bauen. Teilnehmer*innen erhalten kostenlos die Verbraucherfibel „Welche Pflegeeinrichtung ist gut für mich?“ (Hrsg.: Kompetenzzentrum Palliative Geriatrie) und das Grundsatzpapier „Palliative Geriatrie“ sowie „Selbstbestimmung in der Palliativen Geriatrie“ (Hrsg.: Fachgesellschaft für Palliative Geriatrie).