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“Ich fühle, also bin ich.” – Leibliche Resonanzfähigkeit als Grundlage zur nonverbalen Begegnung mit Schwerkranken und Sterbenden

Fachvortrag

24. Okt, 9:30 - 10:15 Uhr

Raum: Konferenzraum 6

Wenn die Sprache im Verlauf von Erkrankungen oder im Sterbeprozess als Ebene der Kommunikation immer mehr in den Hintergrund tritt, empfinden dies die meisten Menschen als massive Einschränkung der Kommunikation. Dies gilt für Fachkräfte gleichermaßen wie für Familienangehörige oder Ehrenamtliche in der Begleitung. Jetzt ist es umso wichtiger wach zu bleiben für das Wahrnehmen von Bedürfnissen oder unangenehmen Symptomen der uns anvertrauten Menschen.

Mit den Augen sehen, mit den Ohren hören, über die Haut spüren wir. Doch wie erfassen wir die Atmosphäre im Raum, oder die Stimmungen und Gefühle des Gegenübers? Darauf gibt die Leibphilosophie Antworten: Der Leib fungiert hier als Resonanzkörper und eigenständiges Wahrnehmungsorgan.

Der Vortrag zeigt die Zusammenhänge zwischen seelisch-leiblichen und körperlichen Prozessen auf, ohne den Praxisbezug dieser Phänomene zu vernachlässigen. Sich einfühlen und mitfühlen geschieht jeden Tag, doch haben wir oft keine Worte für diese Vorgänge. Auch das möchte der Vortrag ändern, denn über das Sprachlose gibt es so viel Spannendes zu sagen!