„Jugendtrauerwerkstatt“

Anmeldung

Eine Anmeldung zu den Workshops ist bis zm 3. Mai 2019 möglich.

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Ein Angebot von Lavia e.V. in Kooperation mit der LEBEN UND TOD
Samstag, 11. Mai 2019 | Stand 6 A 01

Workshop 1
9.30 – 10.15 Uhr: „Wenn das Herz bricht und wie es wieder heilen kann.“

Den Satz: „Du bist aber tapfer, du bist ja schon groß!“ hören Jungen und Mädchen von klein an und sind stolz, wenn sie es schaffen, ihre kleinen Alltags-Traurigkeiten zu unterdrücken.
Was aber, wenn einen die Trauer mal so richtig erwischt, weil sich Eltern scheiden lassen, man großen Liebeskummer hat oder ein Mensch, der mir nahe steht, verstirbt? Was, wenn das Unterdrücken nicht mehr gelingen will? Woher weiß ich, ob ich „normal“ bin oder nicht? Wie gehen andere mit Verlusten um? Mit wem rede ich über die Sehnsucht und wird es eines Tages besser werden?

In dieser Jugendtrauergruppe überlegen wir anhand eines gebrochenen Holzherzens, welche Trostpflaster wir benötigen, damit die Bruchstelle besser heilen kann. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen, die den Tod von Eltern oder Geschwistern erlebt haben, tun wir etwas gemeinsam und tauschen uns aus.

Workshop 2
12.30 – 13.15 Uhr: „Aus dem Nähkästchen plaudern.“

„Jetzt erzähl nicht schon wieder davon. Du nervst!...“ hören die einen Jugendlichen, wenn sie gerne zum zehnten Mal von ihrem Liebeskummer erzählen wollen.
„Ich weiß nicht mehr, wie seine Stimme klang, ich vergesse immer mehr“, denkt sich ein anderer Jugendlicher, bei dem ein lieber Mensch verstarb.

Während dieses Workshops werden wir Gegenstände in einem alten Holznähkästchen begutachten und darin Erinnerungen wiederfinden. Gegenstände und Symbole sind eine gute Möglichkeit, sich an Menschen und Dinge zu erinnern, die man vermisst. Davon anderen zu erzählen, macht oft bei aller Sehnsucht auch noch Spaß. Und es hält gute Erinnerungen wach.

Workshop 3
13.45 – 14.30 Uhr: „Wenn sich Gefühle wie Aprilwetter anfühlen.“

Heute so, morgen so. Manchmal fühlt sich die eigene Stimmung so launisch wie ein Wetterwechsel im April an. Gemeinsam mit Jugendlichen, bei denen ein nahestehender Mensch gestorben ist, die aber auch Liebeskummer, Schulversagen, Scheidung der Eltern oder andere Krisen kennen, kommen wir über wir über Wettersymbole und Fragekarten miteinander ins Gespräch. Mit anderen Jungen und Mädchen im Austausch zu sein, hilft oft, die eigenen Gefühle zu sortieren weil man ehrlich sein kann und nicht einfach nur „einen auf gutes Wetter macht“.

Workshop 4
15.00 – 15.45 Uhr „Und wer ist dein Vorbild in der Trauer?“

Warum Vorbilder in Trauerzeiten wertvoll sind und was Fußballer und Trauernde miteinander verbindet. Wir werfen einen „Frage-Fußball“.

„Wer ist dein Vorbild in Trauerzeiten?“, ist eine Frage, die wir Jugendlichen stellen, wenn sie im Trauerbegleitungsgespräch sind. „Was meinst du damit?“ ist oft die Gegenfrage der jungen Leute. Selten können sie jemanden im familiären oder schulischen Umfeld benennen, der ihnen durch eine Haltung oder Gespräch im Vorfeld gezeigt hat, wie man mit Trauer ungeniert umgehen kann.

Die Jugendtrauergruppen von Lavia kooperieren mit Schalke 04, indem Fußballspieler, die aktuell in der Bundesliga spielen, die Gruppen besuchen. Dort lassen sie sich auf Gespräche über ihren Umgang mit Krisen, z.B. aufgrund von Verletzungen, verlorenen Spielen, Umgang mit persönlichen Trauersituationen unter Beobachtung der Öffentlichkeit und weiteren Themen mit Jungen und Mädchen ein, die ebenfalls Verlust- und Krisensituationen kennen. In dieser Mit-mach-Trauergruppe können Jugendliche über Fußbälle und Autogramme miteinander in sportliche Gespräche kommen.

In Kooperation mit



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